Ein Modellprojekt, das bewegt

Die Akademisierung gewinnt im Gesundheitsbereich zunehmend an Bedeutung. Dies zeigte die feierliche Übergabe der ersten Abschlusszeugnisse im Studiengang Physiotherapie der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften.
Abschlussfeier Bachelorstudiengang Physiotherapie

Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster und Studiengangsleiterin Prof. Sabine Ittlinger freuen sich über den Erfolg des Modellprojekts.

Absolventinnen und Absolventen Bachelorstudiengang Physiotherapie

Die glücklichen Absolventinnen und Absolventen zusammen mit den Initiatoren und Koordinatoren des Bachelorstudiengangs Physiotherapie.

Seit dem Start im Wintersemester 2012/13 ist Rosenheim die erste Hochschule in Bayern, die einen primärqualifizierenden Abschluss im Bachelorstudiengang Physiotherapie anbietet. Mit der Einführung des Modellstudiengangs kann eine Naht zwischen Wissenschaft und Praxis geschlossen und neue Perspektiven für die Physiotherapie geöffnet werden. Mit Erfolg, wie die positiven Stimmen und froh gestimmten Gesichter der Absolventinnen und Absolventen der Abschlussfeier Mitte Juni zeigten. Für sie ist der Abschluss zum Bachelor of Science (B. Sc.) das "Sommermärchen 2016".

In seiner Begrüßungsrede dankte Präsident Prof. Heinrich Köster vor allem den Studierenden, ohne deren Offenheit der Studiengang nicht hätte realisiert werden können. „Nun sei es ihre Aufgabe, die Berechtigung des Studiengangs auch in der Wirtschaft zu manifestieren“, gab Prof. Dr. Robert Ott den frisch gebackenen Physiotherapeutinnen und -therapeuten B. Sc. mit auf den Berufsweg. Der Dekan der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften (GSW) betonte vor allem die kleinen Gruppen sowie die persönliche Atmosphäre, die den Studiengang mit aktuell 161 Studierenden auszeichnet.

Auch die Studiengangsleiterin und Prodekanin Prof. Sabine Ittlinger stellte die Pionierarbeit der ersten Studierenden in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Eine besondere Herausforderung war nicht nur die Doppelbelastung durch Hochschulprüfungen und Staatsexamen, sondern auch der Status studierender Physiotherapeuten. Der Studiengang verfolgt ein innovatives Konzept, das Vorbildcharakter hat und international anerkannt und akkreditiert ist. Ziel ist es dabei, die Autonomie der zukünftigen Physiotherapeutinnen und -therapeuten in Bezug auf Art und Dauer einer Behandlung zu etablieren, zu stärken und die direkte Zugänglichkeit zu ermöglichen.

Ein Bereich, der in Zukunft immer wichtiger werden wird. Die Hochschule Rosenheim reagierte bereits auf das wachsende Interesse und die hohe Nachfrage von sieben Bewerbern auf einen Studienplatz mit einer Verdopplung der Studienplätze auf 60 Anfänger.

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