Erster „Mock trial“ im Studiengang Management in der Gesundheitswirtschaft

Im Modul „Grundlagen des Rechts“ des Studiengangs Management in der Gesundheitswirtschaft werden im 1. Semester alle wichtigen rechtlichen Aspekte im Gesundheitswesen vermittelt. Um einen möglichst hohen praktischen Bezug zu gewährleisten, wird die Anwendung des Erlernten anhand von Fällen geübt. Höhepunkt war dabei die Durchführung eines sogenannten „Mock trial“ am 7. und 8. Januar 2020.

Erstmal im Wintersemester 2019/2020 wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Philipp Schloßer in drei Gruppen ein simuliertes, fiktives Gerichtsverfahren einschließlich Zeugenbefragung, Gutachten, Plädoyers und Urteilsverkündung durchgeführt. Das Rollenspiel ist dabei einer realen Situation nachgebildet, sodass alle Rollen im Rahmen eines Strafgerichtsverfahren von Studierenden übernommen werden. Besetzt wurden dabei die Rollen Richter, Staatsanwaltschaft, Zeugen, Sachverständige, Protokollführer und Nebenkläger. Die Studierenden erhielten in einer Vorbereitungsstunde Grundinformationen zu Verfahrensablauf und zum Sachverhalt. Des Weiteren erhielt jeder Studierende eine eigene Rollenspielkarte mit individuellen Informationen zu seiner Rolle, um sich mit dieser identifizieren zu können. Anhand eines realen Falls zum Thema „Sterbehilfe“ lernten die Studierenden im Rahmen des Gerichtsspiels juristische Argumente auszutauschen, einen juristischen Schlagabtausch aufzubauen und eine juristische Haltung zu verteidigen, selbst wenn es nicht ihre persönliche ist. Der „Mock trial“ ist daher ein wichtiger Beitrag um Rechtsfindung verständlicher und nachvollziehbar zu machen. Wie im „richtigen Leben“ ist Recht nur selten „schwarz“ oder „weiß“, sodass die drei Gruppen auch zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen: einmal Freispruch, zweimal Verurteilung wegen versuchten Totschlags.

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