Menü
.

Aktuelles aus dem Projekt HigHRoQ

HigHRoQ präsentiert sich auf dem Tag der Lehre!

Der Tag der Lehre stand dieses Jahr unter dem Motto „HigHRoQ erleben – Wie werden Lehren und Lernen zukunftsfähig?“ und bot dem HigHRoQ-Team die Möglichkeit, Ausschnitte seiner Arbeit vorzustellen. Wie es der Titel verspricht, wurde dies durch Mitmachszenarien und interaktive Workshops umgesetzt.

Den Auftakt bildete der Vortrag „Vom Hörsaal zum Aktivsaal – innovative Lehrräume an der TH Rosenheim“ von Prof. Dr. Claudia Schäfle.

Die Digitalisierung bietet erweiterte Lernmöglichkeiten, so dass Lehre und insbesondere auch Lehrräume an Hochschulen neu gedacht werden können und müssen, damit die Präsenz an der Hochschule für die Studierenden einen echten Mehrwert liefert bzw. hybrides Arbeiten einfach umsetzbar ist. Die durch das HigHRoQ-Projekt ermöglichte Neugestaltung und Neuausstattung von fünf für alle Lehrenden zugänglichen, unterschiedlichen Lehrräumen laden ein, mit verschiedenen Lehr- und Lernsettings zu experimentieren und zu arbeiten. Zwei hybride Lehrräume mit mehreren variablen digitalen Whiteboards sind vor allem für hybrides Arbeiten in mehreren kleinen Teams geplant und ein Lehr-Experimentierraum mit 360°-Videographie bietet Raum für Lehrexperimente und hybride Formate.

Die beiden neuen SCALE-UP Räume (student-centred active learning environment for upside-down pedagogies) sind für die Arbeit in kleinen Gruppen optimiert und stellen schon durch die räumliche Anordnung der Tische ohne explizites vorne und hinten das Tun und Lernen der Studierenden ins Zentrum des Lernprozesses. Für die Studierenden ist der SCALE-UP-Raum eine Art Studio-Umgebung, in dem sie aufgefordert sind, nicht nur zuzuhören, sondern selbst aktiv zu sein, im Team zu diskutieren, anspruchsvolle Aufgaben und auch kleine „Hands-on“-Experimente zu bearbeiten. Erfolgreiche Lehre im SCALE-UP Format ist vor allem dann möglich, wenn im Vorfeld der reine Wissenstransfer, durch invertierende Formate wie Flipped Class Room oder Just-in -Time Teaching stattfindet. Die Rolle der Lehrperson ist dabei zweigeteilt – für den asynchronen Vorbereitungsteil, der auf dem Aufnehmen von Informationen beruht, wird das Wissen passend aufbereitet, während sie im Präsenzteil der Lehrveranstaltung nicht als reiner Informationsgeber („a sage on the stage“), sondern eher in der Rolle als Coach („a guide on the side“) auftritt, die den Lernprozess steuert und moderiert. Das SCALE-UP Raum- und Lehr-Konzept ist ein international anerkanntes und bewährtes, in Deutschland aber bisher sehr wenig verbreitetes Format insbesondere in der MINT-Lehre. Es wird in Bayern an der TH Rosenheim zum ersten Mal konsequent ein- und umgesetzt.

Im Rahmen eines Workshops von Prof. Dr. Robert Kellner und Prof. Dr. Silke Stanzel konnten Teilnehmende Beispiele für Peer Instruction und die Arbeit mit dem Whiteboard im SCALE-UP Raum erleben. Dabei wurde auch die besondere Atmosphäre des Raums spürbar, die zur Kommunikation einlädt.

 

Das Teilprojekt Didaktik stellte zwei Angebote vor, die es seit dem Sommersemester 2022 an der Technischen Hochschule Rosenheim gibt: die Lehrprojekte und die Lern-Prozess-Coach-Qualifizierung.

Die Lern-Prozess-Coach-Qualifizierung bietet studentischen Tutor*innen die Möglichkeit, sich Kompetenzen anzueignen, um sowohl ihren eigenen Lernfortschritt als auch den ihrer Coachees zu analysieren und zu reflektieren und individuell im Lern-Prozess zu unterstützen. Zwei der aktuellen Lern-Prozess-Coaches führten gemeinsam mit der Didaktikmitarbeiterin Sybille Holz einen 90-minütigen Workshop für interessierte Studierende zum Thema „Selbstwirksamkeit erleben im eigenen Lernprozess“ durch. Die teilnehmenden Studierenden wurden angeleitet, sich selbstreflektiv mit ihren Stärken und Kompetenzerwartungen auseinanderzusetzen. Die Lern-Prozess-Coaches gaben wichtige Tipps zum nachhaltigen Lernen und zur erfolgreichen Prüfungsvorbereitung und zum Schluss erstellte jede*Teilnehmer*in einen individuellen Lernplan für die bevorstehende Prüfungszeit.

Die Ausschreibung von Lehrprojekten bietet durch (medien-)didaktische Begleitung und Lehrentlastung einen Anreiz für Lehrende, digitale, aktivierende bzw. studierendenzentrierte Lehrformate umzusetzen, die sich durch Innovationscharakter oder Transferierbarkeit auszeichnen. Im Programmpunkt „Lehrprojekte 1.0 – von der innovativen Idee bis zur individuellen Entwicklung der eigenen Lehre am Beispiel der Lehrprojekte aus dem aktuellen Semester“, zu dem sich 20 Lehrende und Mitarbeitende angemeldet hatten, stellte Sybille Holz, die die Lehrprojekte aktuell begleitet, zunächst die Rahmenbedingungen für eine Lehrprojektbewerbung vor und gab mit ihrem Vortrag einige Impulse für mögliche Lehrprojektthemen. Die aktuellen Lehrprojekteinwerber Prof. Dr. Beneken (INF) und Prof. Dr. André Edelmann sowie Prof. Dr. Jan Lüken (beide Campus Burghausen) ermöglichten im Anschluss interessante Einblicke in die Genese ihrer Projekte: von der ersten Idee bis hin zum aktuellen Stand.  Herr Beneken konnte seine Idee von der Programmierung eines automatisierten Tutors, der den Studierenden Feedback zu ihrem eingereichten Code gibt, erfolgreich umsetzen und erste Fortschritte bei der Etablierung eines Wertschätzungssystems zur Förderung des kollaborativen Arbeitens der Studierenden erreichen.

Herr Edelmann und Herr Lüken waren hoch zufrieden mit den Projektideen und deren Umsetzung hin zu einem Prototyp für den 3D-Druck durch die Studierenden in ihrem neu konzipierten interdisziplinären Modul „Disruptive Technologien und Innovationsökonomik“. Das Ziel der Verzahnung von technischen und ökonomischen Kenntnissen der Studierenden wurde vollumfänglich erreicht, wozu insbesondere die Identifikation der Studierenden mit ihrer Projektidee und ihre daraus resultierende Motivation beigetragen hat.

Von den Lehrprojekteinwerbern wurde die kontinuierliche didaktische Begleitung sehr gelobt. Die pädagogische Perspektive empfanden sie als eine wertvolle Bereicherung.

 

Das gerade neu eröffnete E-Learning Center präsentierte sich als HigHRoQ-Basislager in den neuen Räumlichkeiten in der 2. Etage des T-Gebäudes. Ein zentrales Thema im E-Learning Center ist die Medienproduktion. Dementsprechend wurde im eigenen Film- und Fotostudio ein ganz besonderes Schmankerl vorgestellt: das Lightboard. Das Lightboard ist eine beschreibbare Glasscheibe, an welcher eine Lehrperson mit Hilfe von neonfarbigen Stiften ihr „Tafelbild“ entwickelt. Da die Glasscheibe von innen beleuchtet ist, leuchtet auch die Farbe der Stifte besonders hell. Auf der gegenüberliegenden Seite der Glasscheibe ist eine Kamera installiert, die die Lehrperson durch die Scheibe hindurch filmt. In der Postproduktion muss nur noch das Bild horizontal gespiegelt werden, damit die Schrift auch lesbar ist. Auf diese Weise lassen sich Lehrvideos produzieren, bei denen man in die Kameras spricht und gleichzeitig das Schriftbild sichtbar ist.

Ein weiteres Highlight im E-Learning Center ist das hauseigene Tonstudio. Am Tag der Lehre wurden Interessierte als Gast in eine Podcast Produktion eingeladen. Mit Kopfhörer auf dem Kopf und vor das Mikrofon gesetzt fand man sich schneller als gedacht als Gast im RO-LIP Radio wieder. Eine echte Podcast Folge wurde aber nicht aufgezeichnet.

Von dem HigHRoQ-Mitarbeiter Florian Heinrich wurde  in einem Workshop „Interaktives Flipchart für eine intuitive und  motivierende Lernumgebung“ das Samsung Flip vorgestellt. Das Samsung Flip wird insbesondere in dem neu entstehenden Raum für hybrides Lehren zum Einsatz kommen, da es zum Beispiel interaktive Gruppenarbeiten in synchronen hybriden Settings technisch gut unterstützt.

 

Wie sieht eigentlich die Lehre der Zukunft nach der Pandemie aus? „Hybride Lehre als New Normal?“ Eine Frage mit vielen Facetten. Entsprechend vielfältig war auch das Angebot der Fakultät für Holztechnik und Bau zu diesem Thema, denn neben (1.) technischen Umsetzungsmöglichkeiten ging es (2.) auch um eine erste Annäherung hin zu einer Didaktik von hybrider (synchroner) Lehre.

(1.) Prof. Martina Zurwehme, Prof. Dr. Daniela Neuffer, Prof. Meike Töllner und Andrea Klimek präsentierten und diskutierten drei verschiedene mobile Techniklösungen für den Einsatz in hybriden synchronen Lehrsettings. Dabei konnten die Interessierten sich im „Senderaum“ über die Technik selber und deren Vor- und Nachteile informieren oder auch die Seite wechseln und im „Empfängerraum“ die Sicht der hybrid synchron zugeschalteten Lernenden einnehmen. Mit den drei verschiedenen Lösungen boten die Professorinnen Techniklösungen für ganz unterschiedliche Lehrformate an: vom typischen Vorlesungsformat bis hin zu interaktiven Lehrformaten. Um diese Erkenntnisse möglichst vielen Lehrenden zugänglich zu machen, erstellte die Gruppe darüber hinaus Tutorials zu den jeweiligen Techniklösungen (auf Anfrage erhältlich).

(2.) Auch wenn Studierende die Präsenzlehre sehr schätzen ist für sie die hybride Lehre (synchron und/oder asynchron) nicht mehr wegzudenken. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter Studierenden der HTB im März 2022, das in Form einer Posterpräsentation von Prof. Dr. Sandra Bley sowie zwei engagierten Studierenden: Michael Ostner (Student im 4. FS Bauingenieurwesen) und Johannes Strohm (Student im 4. FS Innenausbau) diskutiert wurde. Über 230 Studierende nahmen an der Befragung teil und dokumentierten und bewerteten ihre Erfahrungen, die sie in verschiedenen hybriden Lehrsettings gemacht hatten. Neben vielfältigen neu gewonnen Chancen – wie Flexibilität oder Kosteneinsparung – standen auch die nicht zu unterschätzenden Risiken im Mittelpunkt der Dokumentationen und Diskussionen.

In der Gruppe zum Erfolg - Gemeinschaftliches Lernen im SCALE-UP-Raum an der TH Rosenheim

OVB-Artikel vom 11./12. Dezember

Seit Beginn des Wintersemesters verfügt die TH Rosenheim über ein bayernweit einzigartiges Angebot für ein wegweisendes Lehrformat: Im sogenannten SCALE-UP-Raum der Hochschule lernen die Studierenden den Stoff auf ganz neue Weise. Sozusagen Gruppenarbeit 2.0.

Zum vollständigen Artikel.

Auftakt für das Projekt “HigHRoQ“

Bericht vom 30. Juli

Drei Millionen Euro hat die Technische Hochschule Rosenheim für das Projekt "HigHRoQ" und somit für den weiteren Ausbau der digitalen Lehre erhalten. Jetzt fiel der offizielle Startschuss mit allen Beteiligten.

Zum Bericht.

Old Browser Link