Studenten entwickeln innovative Ideen für Unternehmen

96 Studenten entwickelten bei InnovateTheAlps Projekte für Unternehmen. Ziel ist die Verbindung von Wirtschaftserfolg und ökologischer Nachhaltigkeit. Mit dabei auch Magdalena Daxenberger von der TH Rosenheim.

Die drei Initiatoren von der EliteAkademie, in der Mitte Magdalena Daxenberger, Studentin an der TH Rosenheim.

Zweieinhalb Tage lang tüftelten 96 Studenten von Universitäten und Hochschulen aus Süddeutschland und Österreich an acht komplexen Aufgabenstellungen. Diese wurden bereits im Vorfeld von Unternehmen aus dem Berchtesgadener Land, dem Chiemgau, München und Südtirol bei den Organisatoren eingereicht. Das Ziel der Veranstalter von InnovateTheAlps ist es, gemeinsam zur nachhaltigen wirtschaftlichen und ökologischen Weiterentwicklung des Alpenraums beizutragen. Dabei spielen sowohl die Unternehmen als Fragesteller, als auch die Studenten als Problemlöser eine entscheidende Rolle. Das Projekt wurde von drei Studenten der Bayerischen EliteAkademie initiiert und umgesetzt.

Kennengelernt haben sich Magdalena Daxenberger, Luis Hopf und Maxim Frenkel durch das Stipendium der Bayerischen EliteAkademie (BEA). Diese entwickelt herausragende und gesellschaftlich engagierte Studierende bayerischer Hochschulen zu verantwortungsvollen Führungspersönlichkeiten. Jedes Jahr werden dort auch soziale Projekte angestoßen, bei denen sich die Studenten praktisch engagieren und der Gesellschaft etwas zurückgeben wollen.

In diesem Rahmen entstand auch die Idee für InnovateTheAlps. „Wir haben schon nach kurzer Zeit bemerkt, dass wir drei die Leidenschaft für Unternehmertum, Innovation und Bergsport teilen und haben uns dann kurzerhand zu einem Projektteam zusammengeschlossen.“, erklärt Magdalena Daxenberger, die aktuell Wirtschaftsingenieurwesen im Master an der Technischen Hochschule Rosenheim studiert und anschließend ihr eigenes Unternehmen gründen will. Nach zahlreichen Brainstorming Sessions festigte sich die Idee für einen Hackathon bzw. eine Innovation Challenge im Voralpenraum und die Organisatoren machten sich auf die Suche nach potentiellen Partnern.

Beim Team der BGLW stießen sie mit diesem Ansatz sofort auf offene Ohren. „Innovative Ideen, deren wirtschaftlicher Erfolg auf der Wertschätzung von Umwelt, Natur und Mensch basiert, fördert die BGLW konsequent nach dem Grundsatz „Verantwortungsvoll Wirtschaften’“, betont BGLW-Geschäftsführer Dr. Thomas Birner. Zudem sei die Veranstaltung InnovateTheAlps eine hervorragende Gelegenheit, top-ausgebildete Jungakademiker und regionale Unternehmer zusammen zu bringen. Auch Dr. Birgit Seeholzer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Chiemgau unterstützte das Vorhaben von Beginn an und lud die drei Organisatoren zum Sommerempfang der Wirtschaftsförderung Chiemgau auf Gut Ising ein. Dort konnten mit der ing.Group aus Traunreut und den Adelholzener Alpenquellen mit Sitz in Siegsdorf zwei der ersten Partnerunternehmen gewonnen werden.

Vor allem die Unternehmensvertreter staunten nicht schlecht, mit welcher Motivation und Überzeugung die 96 Studenten im Alpen EXPERIENCE CVJM Aktivzentrum am Hintersee ans Werk gingen. Bis in die Nacht wurde an konkreten Lösungsvorschlägen zu den acht Problemstellungen gearbeitet. Diese reichten u.a. von der Ausarbeitung einer Konzeptidee zur Verlängerung des Lebenszyklus von Sportkleidung (Oberalp Group) über nachhaltige Verpackungsideen (Bergader), eine Boot-Einstiegshilfe für Rollstuhlfahrer (Bayerische Seenschifffahrt, Königssee) bis hin zu einer Plattformlösung (Robel Bahnbaumaschinen).

Die finalen Lösungsvorschläge wurden im Rahmen eines Pitch Wettbewerbs am Sonntag in nur drei Minuten pro Team präsentiert. Eine fachkundige Jury bestehend aus Katharina Schild (BEA Alumna und Manager Transformation & CEO Office bei ProSiebenSat.1 Media SE), Jens Badura (Bergführer, Dozent und Leiter von berg_kulturbüro und „creativeALPS“) sowie Prof. Rudolf Bäßler (Dozent an der TH Rosenheim und Leiter Academy for Professionals) bewertete die vorgestellten Ideen. Als Gesamtsieger ging das Team „Domus“ hervor, welches im Auftrag der Meter Group AG mit Sitz in München ein Geschäftsmodell für die Vermarktung von Sensorik zur präzisen Vorhersage von Hangrutschungen entwickelte.

Georg von Unold, CEO der Meter Group AG zeigte sich begeistert von den innovativen Ideen: „Die Gruppe hat innerhalb weniger Stunden das Problem genial analysiert.“ Auch Manuela Ruhland, verantwortlich für Business Development beim Freilassinger Unternehmen Robel, zeigte sich beeindruckt: „Mein Team hat bis drei Uhr nachts gearbeitet. Vom Ergebnis sind wir so begeistert, dass wir die Studenten nach Freilassing zu einem Managementtreffen einladen. Ich kann jedem Unternehmer eine solche Veranstaltung wie InnovateTheAlps, bei der einmal über den Tellerrand hinausgeblickt wird, nur empfehlen.“

Neben dem positiven Feedback der Unternehmen zeigten sich auch die Studenten von dem Format als solches, den neu gewonnenen Kontakten und der Umgebung am Hintersee beeindruckt.

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