Spatenstich für zukunftsweisendes Studenten-Quartier CampusRO

In direkter Nachbarschaft zur TH Rosenheim, auf dem 10.000 Quadratmeter großen Areal an der Marienberger Straße, entstehen 211 Wohnungen für Studierende und ein Boardinghouse mit 44 weiteren Zimmern.

von links: Investor Peter-Matthias Astner, ECKPFEILER-Geschäftsführer Wolfgang Bogner, Oberbürgermeister Andreas März, TH-Präsident Prof. Dr. h.c. Heinrich Köster, Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, Landrat Otto Lederer und Matthias Meise von der Eckpfeiler-Immobilien-Gruppe beim symbolischen ersten Spatenstich.

Durchdacht, designorientiert und nachhaltig: das neue Studenten-Quartier CampusRO. Copyright: PONNIE Images, Aachen; Architektur: ACMS Architekten GmbH, Wuppertal

Nach dem Abbruch der alten Industriehalle auf der früheren Logistikfläche in der Marienberger Straße 39 starten mit dem symbolischen ersten Spatenstich die Bauarbeiten für den CampusRO. Bereits ab Herbst 2021 sollen die Studierenden ihre Wohnungen in unmittelbarer Nähe zur Technischen Hochschule beziehen. Allerdings plant die CampusRO Projektentwicklungs GmbH & Co. KG, ein Joint Venture der ECKPFEILER Immobilien Gruppe GmbH aus Pullach bei München und der Rosenheimer PMA Invest GmbH & Co. KG, auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal mehr als nur Unterkünfte. „CampusRO ist ein Leuchtturmprojekt in der Entwicklung von Quartieren für Studierende. Denn: Wir setzen den Fokus auf das studentische Leben als Ganzes. Deshalb wird es zahlreiche Möglichkeiten für die Vernetzung untereinander geben und der Sharing-Trend an vielen Stellen im Quartier aufgegriffen. Darüber hinaus realisieren wir die Gebäude in nachhaltiger Bauweise", sagt Peter Matthias Astner, Geschäftsführer der PMA Invest.

Grundlage für das Projekt ist der Bebauungsplan, den die Stadt Rosenheim im April diesen Jahres verabschiedet hat. Geplant sind drei moderne Gebäudekomplexe, die nach den Entwürfen von ACMS Architekten aus Wuppertal realisiert werden. Das Büro war in einem Architektenwettbewerb als einer von drei Siegern gekürt und anschließend mit dem Entwurf beauftragt worden. Pro Komplex sieht ACMS jeweils drei bis vier Gebäudeteile vor, die durch einen Laubengang miteinander verbunden sind. Die ersten der rund 211 Wohnungen sollen im Herbst 2021 bezugsfertig sein. Zudem entsteht ein Boardinghouse mit 40 managed Apartments für Austauschstudierende und Hochschullehrer, aber auch für Besucher lokaler Unternehmen. Die Fertigstellung des Gesamtobjektes ist für Anfang 2022 geplant.

Siedlungsstruktur für mehr Miteinander

Der gesamte Campus ist in einer Art Siedlungsstruktur geplant, die das Miteinander fördert. Die Wohnungen in den einzelnen Häusern werden direkt von außen über einen Laubengang betreten und sind zweiseitig belichtet. Die Ausrichtung der ein- bis sechsgeschossigen Gebäude ist nach Orientierung und Besonnung optimiert. Baulicher Hochpunkt auf dem Gelände ist das Boardinghouse mit sechs Stockwerken an der süd-östlichen Grundstücksgrenze. Ein Netz aus Wegen, Gärten und Plätzen schafft in den Freibereichen Interaktionsflächen für die Bewohner. Ein Café sowie ein Quartiersplatz ergänzen dieses Angebot.

Darüber hinaus stehen den künftigen Bewohnern zahlreiche Möglichkeiten für den Austausch innerhalb der Gebäude zur Verfügung. So wird es Dachterrassen für alle geben, einen Raum mit Waschmaschinen, Trocknern und einer schicken Lounge zum Verweilen, eine Werkstatt beispielsweise zum Reparieren von Fahrrädern, einen Fitnessraum sowie einen Konferenzraum mit Show-Küche zum Anmieten. Alle Wohnungen und Gemeinschaftsbereiche werden nach den Plänen des Innenarchitekturbüros brüderl aus dem Landkreis Traunstein in Kooperation mit dem Aschauer Designer Nils Holger Moormann  gestaltet und durch ein darauf abgestimmtes Lichtkonzept ergänzt. Die Möbel werden dann von der brüderl Manufaktur gefertigt.

Ökologisch und ökonomisch nachhaltige Bauweise

Bei Bau und Finanzierung setzt der Projektentwickler auf Nachhaltigkeit. ECKPFEILER-Geschäftsführer Wolfgang Bogner: „Wir streben die Platin-Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) an. Deshalb werden wir beispielsweise mit den energiesparenden Gebäuden einen Effizienz-Standard von KfW 40 Plus erreichen. Alle Gebäude werden in Holzhybridbauweise errichtet. Und die Studierenden können die Hochschule bequem zu Fuß erreichen – lange Anfahrtswege fallen daher weg.“ 

Nachhaltigkeit spielt darüber hinaus auch bei den Bauabläufen eine Rolle, denn diese werden durch einen Mix aus konventioneller Bauweise und modularer Vorfertigung mit Vor-Ort-Montage optimiert. Und: Das so genannte Building Information Modeling (BIM) stellt mit einem digitalen Gebäudemodell ein zentrales Planungswerkzeug zur Verfügung, das als Datenbasis gleichzeitig auch den gesamten Lebenszyklus der Gebäude von der Planung über Bau und Wartung bis hin zum Rückbau begleitet.

Old Browser Link