Neues E-Learning Center für digitale Lehre eröffnet

Beim Ausbau der digitalen Lehre und der dafür notwendigen Infrastruktur hat die Technischen Hochschule Rosenheim einen wichtigen Meilenstein erreicht: Im neu gestalteten Dachgeschoss eines Nebengebäudes wurde das E-Learning Center eröffnet.

Von links: Andreas Rouette und Anja Teistler vom Team des E-Learning Centers bei der symbolischen Eröffnung neben Vizepräsident Prof. Dr. Eckhard Lachmann und Vizepräsidentin Prof. Dr. Stephanie Kapitza, die das HigHRoQ-Projekt in der Hochschulleitung verantwortet. Bild: Anton Maier

Es dient künftig als fakultätsübergreifende Servicestelle für alle Hochschulangehörigen, die in der Lehre, bei der Weiterbildung und beim Lernen verstärkt digitale Tools und Technologien nutzen möchten.

Das neue E-Learning Center ist ein zentraler Bestandteil des Projekts „HigHRoQ“, mit dem die TH Rosenheim ihre Lehre zukunftsweisend ausrichtet. Die Abkürzung steht für „Hybride, individuelle und greifbare Hochschullehre in Rosenheimer Qualität“. „Gerade die Erfahrungen der Corona-Pandemie haben gezeigt, dass die Anwendung erprobter Plattformen und Technologien für die Zukunft alleine nicht ausreicht“, sagt Prof. Dr. Eckhard Lachmann, Vizepräsident der TH Rosenheim für den Bereich Studium und Lehre. Daher sei es notwendig, den Wandel in der digitalen Lehre ganzheitlich zu betrachten und zu gestalten. „Das E-Learning Center ist dabei ein großer Schritt nach vorne“, so Lachmann bei der Eröffnung.

Kompetenzen der Studierenden umfassend fördern

Durch die Förderung der Stiftung Innovation in der Hochschullehre konnte im HigHRoQ-Projekt sowohl das E-Learning-Team erweitert als auch ein Didaktik-Team bestehend aus vier Mitarbeiterinnen aufgebaut werden. Diese haben ebenfalls in dem neuen Dachgeschoss ihren Arbeitsplatz gefunden, wodurch eine enge Zusammenarbeit mit dem E-Learning-Team ermöglicht wird. „Unser Ziel ist, die Kompetenzen der Studierenden umfassend zu fördern, unter anderem ihr Selbstmanagement und die Nutzung digitaler Technologien“, erläutert Prof. Dr. Birgit Naumer, die den Teilbereich Didaktik verantwortet. Dies gelinge unmittelbar  durch die Qualifizierung von Lern-Prozess-Coaches und E-Tutoren sowie die Bereitstellung von digitaler Technik und mediengestützten Werkzeugen. „Einen indirekten Beitrag können wir dadurch leisten, in dem wir die Lehrenden didaktisch und technisch weiterbilden. Wir geben ihnen neue Impulse mit Blick auf eine zukunftsweisende Lehre, bei der die Studierenden im Mittelpunkt stehen“, sagt Naumer.

Professionelle Ausstattung für Medienproduktion

Ein zentrales Thema im E-Learning Center ist die Medienproduktion. Hierfür stehen ein Tonstudio sowie ein Film- und Fotostudio zur Verfügung. „Wir sind bestens ausgestattet mit hochwertigen Mikrofonen, Kameras, Beleuchtung und verschiedenen Hintergründen. Außerdem verleihen wir Medienrucksäcke, die wir nach individuellem Bedarf bestücken“, erklärt Anja Teistler, die das E-Learning Center zusammen mit Andreas Rouette und Florian Heinrich betreut. Eine Besonderheit ist ihren Worten nach die Video-Produktion mit einem Lightboard. Dabei steht die Lehrperson hinter einer Glasscheibe, die gefilmt wird. Auf die Glasscheibe kann geschrieben und gezeichnet werden, während die Lehrperson immer frontal sichtbar bleibt. „Außerdem können wir einen Greenscreen anbieten. Mit dieser Technik werden Videos aufgezeichnet und bei Bedarf im Nachgang Präsentationen, Bilder oder Animationen eingearbeitet“, sagt Teistler.

Die Produktion digitaler Unterrichtseinheiten bietet ihren Worten nach mehrere Vorteile: Lehrende können Ihre einmal erstellten Inhalte immer wieder verwenden, Studierende können sie beliebig oft abspielen und somit in ihrem individuellen Tempo lernen. Die digitalen Formate sollen dabei nicht mit klassischen Lehrveranstaltungen konkurrieren, sondern sie sinnvoll ergänzen.

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