Nachwuchsarchitekten entwickeln Konzepte für Eishockeyhalle

Für das in die Jahre gekommene EHC-Stüberl in der Aiblinger Eishalle haben sich 80 Studierende der Hochschule Rosenheim, Fachrichtung Innenarchitektur, im Rahmen eines Wettbewerbs Gedanken über eine Neugestaltung gemacht: „Whistle“ machte das Rennen.

In der vorderen Reihe das Siegerteam Carolina Hering und Julian Scheuring mit Prof. Markus Frank. Quelle: H. Baumann (OVB)

Überwiegend in Zweier-Gruppen haben sie ihre 40 Entwürfe erstellt und diese beim jüngsten Heimspiel der „Aibdogs“ gegen die „Trostberg Chiefs“ der Öffentlichkeit präsentiert. Im Vorfeld dazu fungierten die EHC-Mitglieder als Juroren - 120 begutachteten die im Stüberl und in der Eishalle ausgestellten Entwürfe und vergaben Noten. Die einzelnen Arbeiten und die dazugehörigen Pläne waren auf Schautafeln abgebildet, zudem lag jeweils eine Dokumentation vor. Außerdem wurden fast alle Vorschläge mit Modellen illustriert. „Die Studentinnen und Studenten haben hervorragende Arbeiten geschaffen“ attestierte EHC-Vorstand Thomas Fuß bei der Prämierung der besten fünf Entwürfe, zu der in der 2. Drittelpause alle am Wettbewerb Beteiligten auf die Eisfläche kamen. Die beste Bewertung bekam der Entwurf „Whistle“ von Julian Scheuring und Carolina Hering, gefolgt von „60/30“ (Markus Csizmania, Christina Staudacher und Antonia Steinert), „Auf Eis“ (Tina Meissner und Xenia Lotze), „Licht“ (Lara Batdorf) und „Ice Cave“ (Lili Mihm und Verena Hölzlwimmer). In den Siegerentwurf „Whistle“ flossen Inspirationen aus Kanada ein, wo sich das Planer-Duo schon aufhielt. Das Interieur besteht größtenteils aus natürlichen unbehandelten Rohstoffen mit der Holzstruktur aus heller Fichte. Die Form ist angelehnt an die bandförmige Struktur der Polarlichter, die in Kanada beobachtet werden können. Die Namenskombination „Whistle“ reflektiert Kanada in zweifacher Hinsicht: „Whistle“ steht in Deutsch für „pfeifen“ in Anspielung auf die Trillerpfeife eines Schiedsrichters und weist auf die Rolle Kanadas als Mutterland des Eishockeys hin. „Whistler“ heißt auch die Bergregion in British Columbia, die sich nach Meinung der Planer im Chiemgau wiederspiegelt. „Allen Studentinnen und Studenten hat es riesigen Spaß gemacht, an diesem Real-Projekt zu arbeiten“, erklärte Prof. Markus Frank (Fachgebiet „Raum“ an der Hochschule Rosenheim). Auch Aiblings 2. Bürgermeister Erwin Kühnel war voll des Lobes über die Entwürfe: „Ich bin begeistert von dem Wettbewerb und wie hier junge Leute emotional ihre Ideen präsentieren. Ich würde mich freuen, wenn der Siegerentwurf realisiert würde“, betonte er. Außerdem regte er an, dass die erstplatzierte Arbeit auch im Stadtrat vorgestellt wird. Die Stadtwerke hatten für die 5 prämierten Studierenden Thermengutscheine zur Verfügung gestellt. Die EHC-Verantwortlichen zeigten sich erfreut über die vielen kreativen Arbeiten. In der nächsten Vorstandssitzung werden sie über das weitere Vorgehen und eine mögliche Umsetzung der Entwürfe beraten.

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