Jubiläum: 35 Jahre Erasmus+

Das EU-Programm Erasmus+ ist seit mittlerweile 35 Jahren ein Erfolgsmodell. An dem Programm nehmen 350 deutsche Hochschulen teil. Die TH Rosenheim ist seit dem Beginn im Jahr 1987 mit dabei.

(Bild: Max Baudrexl)

Fast eine Million deutsche Studierende gingen seit dem Start am 15. Juni 1987 mit Erasmus ins europäische Ausland. Insgesamt haben mehr als zwölf Millionen Europäerinnen und Europäer an Erasmus teilgenommen. Jedes Jahr gehen zirka 100 Studierende der Technischen Hochschule Rosenheim für ein Studiensemester oder ein Praktikum mit Erasmus+ Förderung ins Ausland. Umgekehrt kommen etwa 30 Austauschstudierende von Erasmus+ Partnerhochschulen pro Jahr nach Rosenheim an die Hochschule.

 

„Ein Symbol für ein lebendiges und dynamisches Europa“

„Erasmus+ ist ein Symbol für ein lebendiges, junges und dynamisches Europa. Es baut Brücken zwischen Menschen und somit auch zwischen den Ländern der Europäischen Union. Eine Million Studierende aus Deutschland haben durch Erasmus wertvolle Erfahrungen im Ausland gesammelt und oftmals lebenslange Netzwerke geknüpft“, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Erasmus+ dient der jungen europäischen Generation als emotionale und intellektuelle Klammer. In diesem Sinne ist Erasmus auch ein Friedensprogramm und ich bin überzeugt, dass dieses Ziel heute wichtiger ist denn je.“

Sibylle Möbius die Leiterin des International Office der TH Rosenheim ergänzt:Es lohnt sich, an Erasmus+ teilzunehmen und internationale Erfahrungen zu sammeln. Besonders zu erwähnen sind auch die Schwerpunkte der neuen Programmgeneration. Hier werden Themen wie Chancengerechtigkeit, Inklusion und Vielfalt sowie die digitale Transformation und Nachhaltigkeit stärker gefördert. Zudem wird die Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel zur Anreise bei Auslandsaufenthalten honoriert und die Fördersätze angehoben.“

 

Positive Erfahrungsberichte der Studierenden

In den mehr als 500 Erfahrungsberichten von Studierenden der TH Rosenheim – zu finden im International Blog der Hochschule – werden die positiven Erlebnisse einer Teilnahme an Erasmus+ geschildert. So sagt etwa Sebastian Berger, er studiert Angewandte Forschung und Entwicklung im Master an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, über seinen Auslandsaufenthalt: „Alles in allem war die Zeit in Schweden eine der schönsten meines Lebens.“ Dem pflichtet auch der Betriebswirtschaftsstudent Vitus Sentgerath bei. Er war ebenfalls fast ein halbes Jahr in Schweden. „Die fünf Monate Auslandssemester sind unglaublich wertvoll für die persönliche Entwicklung. Ich bin wirklich dankbar für die Möglichkeit beider Hochschulen so viele Erfahrungen in so kurzer Zeit zu sammeln und dabei neue Freunde gefunden zu haben“, so Sentgerath.

„Seit seinem Beginn als Austauschprogramm für europäische Studierende hat sich das Erasmus-Programm beständig weiterentwickelt. Unter dem Dach von Erasmus+ sind heute die europäischen Mobilitätsprogramme für Studierende, Auszubildende, Schülerinnen und Schüler sowie Jugendliche vereint. Erasmus+ wirkt damit in die Breite der Gesellschaft,“ erläutert Dr. Stephan Geifes, Direktor der Nationalen Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit im DAAD (NA DAAD). „Es nehmen fast alle deutschen Hochschulen am Erasmus-Programm für Studierenden- und Praktikumsaustausch teil. Allein dieses Jahr kann die NA DAAD den deutschen Hochschulen ein Rekordbudget von knapp 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen.“

Gefeiert wird der 35. Geburtstag mit einer gemeinsamen 2-Euro-Sondermünze, die ab ersten Juli mit einer Auflage von fast 40 Millionen Stück in ganz Europa ausgegeben wird. Die Erasmus+ Münze ist die fünfte Gedenkmünze, die in allen Euro-Ländern gleichzeitig geprägt wird.

 

Ein Programm für europäischen Zusammenhalt

Das aktuelle Erasmus-Programm (2021-2027) unterstützt mit einem Gesamtbudget von über 28 Milliarden Euro die bildungspolitischen Ziele der EU-Kommission und steigert die Attraktivität Europas als Studien- und Wissenschaftsstandort. Rund 1,4 Milliarden Euro fließen über die NA DAAD in den kommenden Jahren direkt an deutsche Hochschulen. Im Hochschulbereich richtet sich Erasmus+ an alle Studierenden für Studien- und Praktikumsaufenthalte sowie an alle anderen Hochschulangehörigen.

 

Erasmus+: „Enriching lives, opening minds“

Erasmus+ ist das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Unter dem Motto „Enriching lives, opening minds“ fördert es die europaweite Zusammenarbeit in allen Bildungsbereichen. In verschiedenen Programmlinien haben deutsche Hochschulen die Möglichkeit, den internationalen Austausch ihrer Studierenden und ihres Hochschulpersonals zur fördern, Kooperations- und Partnerschaftsprogramme zu etablieren und einen weitreichenden institutionellen Austausch zwischen Hochschulen in Europa und weltweit zu nutzen. An Erasmus+ nehmen 33 Länder als Programmländer teil: Die 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien und die Türkei.

In Deutschland fungiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für den Hochschulbereich als nationale Behörde für Erasmus. Der DAAD übernimmt als eine von vier nationalen Agenturen die Umsetzung des Erasmus-Programms bei der Hochschulbildung.

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