Hochschule Rosenheim feiert 90 Jahre Holztechnische Ausbildung

Am 5. November wurde das Jubiläum in einem Festakt an der Hochschule Rosenheim gefeiert. Dabei ließen die Initiatoren und Gründer der Ersten Stunde sowie namhafter Absolventen neun Jahrzehnte Holztechnische Ausbildung in Rosenheim Revue passieren und präsentierten einen ambitionierten Blick in die Zukunft.

Absolventen der Holztechnischen Ausbildung in Rosenheim nehmen ihre Geschichte selbst in die Hand.

Seit nunmehr 90 Jahren sind das Lehrinstitut für Holzwirtschaft und Kunststofftechnik, die Staatliche Fachschule Rosenheim und die Hochschule Rosenheim für die Reputation Rosenheims als Holzer-Stadt verantwortlich. Am 5. November wurde das Jubiläum in einem Festakt an der Hochschule Rosenheim gefeiert. Dabei ließen die Initiatoren und Gründer der Ersten Stunde sowie namhafter Absolventen neun Jahrzehnte Holztechnische Ausbildung in Rosenheim Revue passieren und präsentierten einen ambitionierten Blick in die Zukunft.

Nirgendwo sonst auf der Welt wird so viel Holzkompetenz vermittelt wie in Rosenheim. Initialzündung war die Gründung des damaligen Holztechnikums Rosenheim 1925 mit 35 Kursteilnehmern. Aktuell im Oktober 2015 sind knapp 1.800 Studierende in der holztechnischen Ausbildung und verwandten Studiengängen in den drei Rosenheimer Institutionen eingeschrieben. Geschrieben wird diese Erfolgsgeschichte Holz in der Inn-Stadt maßgeblich vom Lehrinstitut für Holzwirtschaft und Kunststofftechnik, der Hochschule Rosenheim, der Staatlichen Fachschule Rosenheim, dem Club Hochschule und Fachschule Rosenheim e.V., dem Förderverein der Hochschule und der Fachschule e.V. sowie von der Studentenverbindung TWV Teutonia zu Rosenheim.

Im Rahmen des feierlichen Festakts in der Hochschule Rosenheim zum 90-jährigen Jubiläum begrüßten der ehemalige Landtagsabgeordnete und Ehrensenator der Hochschule Adolf Dinglreiter und Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster die rund 250 geladenen Gäste. Dabei wurde die Bedeutung der Stadt Rosenheim als Ausbildungsstandort besonders deutlich. „90 Jahre – das sind 180 Semester in denen etwa 10.000 Absolventen eine holztechnische Ausbildung in Rosenheim genossen haben. Damals wie heute machen sie mit ihrem Know-how die Holz-Stadt Rosenheim weltweit zu einer starken Marke“, so Prof. Heinrich Köster.

Die Geschichte der Holztechnischen Ausbildung in Rosenheim durften die Gäste bei einem 3-Generationen-Co-Referat erleben. Dabei präsentierten die Referenten Heinrich Göbl, Absolvent „Staatliches Holztechnikum“ 1963, Prof. Dr. H. Martin Illner, Absolvent „Staatliche Fachhochschule“ 1979 und Jan-Philipp Sievert, Verbund-Student Holzbau und Ausbau, 4. Semester an der Hochschule neben Rückschlägen wie der drohenden Schließung des Holztechnikums in den 1930er Jahren und Meilensteinen wie der Institutionalisierung der Fachhochschule und Technikerschule Rosenheim als eigenständige Bildungsstätte 1971 auch amüsante Anekdoten.

Einen positiven Blick in die Zukunft des Ausbildungsstandorts Rosenheim warf Ulrich Bühler, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb EGGER Group und Absolvent der Staatlichen Technikerschule in Rosenheim 1988. In seinem Vortrag „Holztechnische Ausbildung – Quo Vadis“ betonte er die Bedeutung der Verzahnung von Ausbildungseinrichtungen und Unternehmen, von Theorie und Praxis sowie von handwerklichem Geschick, Forschung und Entwicklung. In Zeiten der Globalisierung und Internationalisierung sei es sowohl für Ausbildungseinrichtungen als auch für Unternehmen wichtig, neben fachlichem Know-how auch sozialgesellschaftliche Werte zu vermitteln und anzubieten. Rosenheim präsentiere sich diesbezüglich als vorbildlicher und zukunftsweisender Standort.

Zu den Höhepunkten des Festaktes zählten ebenfalls die Statements ausgewählter Rosenheimer Absolventen der letzten 60 Jahre. Unter ihnen Gerhard Schuler, Ehrensenator der Hochschule sowie Gründer von Homag Group und Schuler Consulting, Xaver A. Haas, Geschäftsführer der Haas Group und Ludwig Hüls von den Hülsta-Werken. Dabei ergänzten sich fachlich fundierte Aussagen aber auch eine persönliche Reflexion auf die Studienzeit.

Ein Appell an die anwesenden Unternehmensvertreter richtete der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner in seinen Schlussworten zum offiziellen Festakt. Um die Erfolgsgeschichte der Holztechnischen Ausbildung in Rosenheim im kommenden Jahrzehnt entsprechend weiterschreiben zu können, bedürfe es Verlässlichkeit. Die Unternehmen der Branche müssen die Hochschule, Fachschule und das Lehrinstitut in Rosenheim weiterhin tatkräftig unterstützen, Forschung und Entwicklung am Standort fördern und so die Marke Rosenheim weiter stärken.

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