"Forscherinnen-Camp" - Ingenieurinnen gesucht

Die Hochschule Rosenheim engagiert sich in der Berufs- und Studienorientierung und bringt Schülerinnen Ingenieurberufe nahe.

Die Schülerinnen des "Forscherinnen-Camps" präsentieren an der Hochschule Rosenheim ihre Forschungsergebnisse.

Zwölf Schülerinnen aus ganz Bayern konnten an der Hochschule Rosenheim und bei der KATHREIN-Werke KG im Rahmen des „Forscherinnen-Camp“ für eine Woche in die Ausbildung und den Beruf der Ingenieurin schnuppern. Das vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. (bbw) organisierte und verantwortete Bildungsprojekt fördert die Berufs- und Studienorientierung für Mädchen ab 15 Jahren und ermöglichte den Schülerinnen während der Herbstferien anhand des definierten Forscherinnen-Auftrags „Entwicklung und Realisierung einer Filterplatine für eine Mobilfunkantenne“ praktische Erfahrungen zu sammeln.

Gemeinsam mit Dozentinnen und Ingenieurinnen konnten die zwölf Teilnehmerinnen des „Forscherinnen-Camp“ fünf Tage lang an der Hochschule Rosenheim und bei der KATHREIN-Werke KG studieren, forschen, experimentieren und analysieren. Dabei untersuchten sie die technischen Grundlagen für Filterplatinen für eine Mobilfunkantenne. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 6. November an der Hochschule Rosenheim konnten die zukünftigen Ingenieurinnen die erfolgreiche Erfüllung des Auftrags präsentieren. „Um Chancengleichheiten zu erzielen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist es wichtig, mehr Frauen für Ingenieurberufe zu gewinnen. Wir hoffen daher, dass wir diese motivierten Schülerinnen für ein technisches Studium begeistern konnten“, so Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster in seinen Grußworten.

In vielen Unternehmen spricht das Geschlechterverhältnis im Ingenieurbereich eine eindeutige Sprache. Dass belegte bei der Abschlussveranstaltung auch Jörg Böcker von den bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden bayme vbm, die das Bildungsprojekt finanziell und ideell fördern. Bisher interessierten sich noch zu wenige Frauen für bislang männerdominierte Berufe, so Böcker. Häufig, weil Mädchen gar nicht wüssten, dass sie auch im Maschinen- oder Fahrzeugbau kreativ sein oder etwas für den Umwelt- und Klimaschutz tun können. Dass hier bereits einiges im Wandel ist und speziell im Hochschulbereich erfolgreich umgesetzt wird, betonten Prof. Dr. Herbert Thurner, Professor der Elektrotechnik und Prof. Dr. Silke Stanzel, Physikprofessorin und Frauenbeauftragte an der Hochschule Rosenheim.

Das Bildungsprojekt „Forscherinnen-Camp“ existiert seit 2007. In diesem Jahr beteiligten sich neun Unternehmen und ebenso viele Hochschulen. Organisiert und verantwortet werden die Camps vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie fördert Projekte für Jugendliche und insbesondere für Mädchen und junge Frauen. Unter www.tezba.de finden Sie weitere Informationen.

Old Browser Link