Eva Seckler verteidigt ihre Doktorarbeit erfolgreich

Als erste Doktorandin aus dem Gesundheitsbereich an der TH Rosenheim hat Eva Seckler ihre kooperative Promotion abgeschlossen. Thema ihrer Doktorarbeit ist die Versorgung älterer Menschen, die unter Schwindel leiden.

Prof. Eva Grill, Dr. Eva Seckler und Prof. Martin Müller (von links). Bild: Ralf Strobl

Die Dissertation erfolgte unter dem Dach des Fachkollegs Gesundheit des Bayerischen Wissenschaftsforums, das als Plattform aller bayerischen Universitäten und Hochschulen unter anderem gemeinsame Promotionen einen Rahmen gibt. Die Forschungsarbeit entstand an der TH Rosenheim und an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Rahmen des Forschungsprojekts MobilE-PHY. Diese Abkürzung steht für „Physiotherapeutische Interventionen für ältere Menschen mit Schwindel und Gleichgewichtsstörungen“. Betreuer an der TH war Prof. Dr. Martin Müller von der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften, Betreuerin an der LMU Prof. Dr. Eva Grill, Professorin für Epidemiologie mit Schwerpunkt Schwindelerkrankungen.

Im Promotionsprojekt hat die examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin die Voraussetzungen für die erfolgreiche Implementierung eines Versorgungspfads für ältere Menschen mit Schwindel und Gleichgewichtsstörungen in der Primärversorgung untersucht. Ein Versorgungspfad beschreibt die Versorgung und Behandlung eines Patienten oder einer Patientin mit einem bestimmten Krankheitsbild im gesamten Verlauf. „Ich bin dankbar für ein solch spannendes, vielseitiges und relevantes Promotionsthema, insbesondere da dieses Themengebiet bisher eher unzureichend erforscht ist“, sagt Eva Seckler, die als Projektleiterin beim AWO Bezirksverband Oberbayern eng mit dem Studiengang Pflegewissenschaft der TH Rosenheim zusammenarbeitet.

Ihr Betreuer Prof. Müller betont: „Die Arbeit von Frau Seckler war für das Forschungsgebiet der Versorgungspfade in der Primärversorgung besonders wichtig, weil sie damit die Implementierungsbedingungen von Versorgungspfaden in die Regelversorgung untersucht und vorbereitet hat. Dies ist Voraussetzung dafür, dass neue komplexe Gesundheitsleistungen erfolgreich in der Praxis zur Anwendung kommen.“

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