Dr. Fabian Schöpfer erhält Kulturpreis Bayern

Dr. Fabian Schöpfer von der TH Rosenheim hat den Kulturpreis Bayern des Bayernwerks für seine Dissertation über die Messung und Prognose von Geräuschen aus gebäudetechnischen Anlagen im Holzrahmenbau erhalten.

Dr. Fabian Schöpfer bei der Verleihung des Kulturpreises Bayern.

Der Miesbacher ist einer von 33 Absolventen staatlicher bayerischer Hochschulen und Universitäten, die am vergangenen Donnerstag mit der Bronzestatue „Gedankenblitz“ geehrt worden sind. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Überreicht wurde er von Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG, und Staatsminister Bernd Sibler.

Mit dem Kulturpreis Bayern hat das Bayernwerk gemeinsam mit dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst nun schon zum 15. Mal herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet: Den Preis erhalten die 33 besten Absolventen staatlicher bayerischer Hochschulen, fünf Kulturschaffende und ein Sonderpreisträger. Die Arbeiten der Absolventen und Doktoranden kommen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Sie bilden ein großes Spektrum gesellschaftlich relevanter Themen ab, wie sich auch bei Dr. Schöpfers Dissertation zeigt.

Der Holzrahmenbau ist in modernen Gebäudekonzepten gefragt. Das liegt an seinen guten Wärmedämmeigenschaften, der nachhaltigen Bauweise und dem hohen Vorfertigungsgrad. Lüftungen, Wärmepumpen und elektrisch betriebene Rollläden können im Holzbau Quellen lästiger Geräusche sein. In energieeffizienten Häusern sind diese Anlagen aber unverzichtbar. Dr. Schöpfers Dissertation setzt hier an: Wie lassen sich die Geräusche solcher Anlagen messen und prognostizieren? Nur so kann neben der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz auch ein hoher Wohn- und Arbeitskomfort gewährleistet werden. Die konstruktive Vielfalt des Holzrahmenbaus hat den inzwischen promovierten Ingenieur dabei vor Herausforderungen gestellt. Jede Konstruktion transportiert den Schall anders weiter. Seine Erkenntnisse helfen, die Lärmbelastung durch baulichen Schallschutz zu verringern. Das von dem 33-Jährigen entwickelte Messverfahren fand Einzug in die deutsche, europäische und internationale Normung. In der Praxis legt dies den Grundstein für Planungswerkzeuge, die in Ingenieurbüros Anwendung finden.

Dr. Schöpfers Doktorarbeit entstand im Rahmen eines kooperativen Promotionsprojekts zwischen der TH Rosenheim und der University of Liverpool. Der Ingenieur beschäftigt sich auch in seiner Freizeit mit dem Material Holz – er schreinert Regale, Klettergerüste und Spielzeug für seine beiden Kinder. Künftig möchte er weiter in der Bau- und Raumakustik forschen.

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