Ausstellung und Vortrag: "Die Schönheit geometrischer Formen"

Mathematik ist sehr erfolgreich, viele Bereiche der Wissenschaft sind mathematisiert. Darüber hinaus gibt es aber auch eine Ästhetik und Schönheit, die sich auch Nicht-Mathematikern erschließt, wie eine Ausstellung an der TH Rosenheim zeigt.

Hansjörg Bögle vor der Ausstellung im Foyer der TH Rosenheim.

Hansjörg Bögle vertiefte in seinem Vortrag zu seiner Ausstellung „Die Schönheit geometrischer Formen“ einige Aspekte der ausgestellten Exponate. Der Ausstellung vorangestellt ist ein Zitat von Goethe: „Das Schöne ist eine Manifestation geheimer Naturgesetze, die uns ohne deren Erscheinung ewig wären verborgen geblieben.“ Man kann dieses Zitat wie folgt interpretieren: Mathematik ist in vielen Bereichen die Sprache der Wissenschaft geworden, mit ihr kann man viele Naturgesetze beschreiben. Darüber hinaus gibt es aber auch eine Ästhetik und Schönheit, die sich auch Nicht-Mathematikern erschließt. 

Ein Teil der Ausstellung widmet sich den Zahlen von 1 bis 7. Bereits die Griechen gaben Zahlen eigene Qualitäten. Doch auch in unserer Alltagsprache spiegelt sich dies wider, beispielsweise in der Redewendung „aller guten Dinge sind drei“. 

Den Raum selber beschreiben wir seit Newton mit Hilfe von drei Dimensionen, die mathematisch gesehen keine ausgezeichnete Richtung aufweist. Im Alltag indes, unterscheiden wir sehr wohl vorne und hinten, oben und unten, rechts und links, nehmen symmetrische Gebilde war, unsymmetrisches wird nicht immer als schön empfunden aber ohne eine exakte Beschreibung oder Analyse erkannt.

Der Hauptteil der Ausstellung befasst sich mit Kurven. Diese können direkt konstruiert werden, beispielsweise als Kreise oder Ellipsen. Sie entstehen beim Abrollen von Kreisen auf Geraden oder Kreisen. Mit Hilfe von Projektionen oder Kegelschnitten entstehen viele neue Formen: Dreiecke werden verzerrt, aus Kreisen werden Ellipsen oder Hyperbeln. Eine erstaunliche Vielfalt entsteht durch Spiegelungen am Kreis. Dabei werden Punkte, die außerhalb eines Kreises liegen auf Punkte im Kreis abgebildet und umgekehrt. So werden beispielsweise aus Geraden Kreise, aus Hyperbeln liegende beziehungsweise stehende Achten, die sogenannten Lemniskaten.

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. Juni im Foyer der TH Rosenheim zu sehen. 

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