1. Regionalworkshop zur Bioökonomie an der TH Rosenheim

Am vergangenen Dienstag fand der erste Regionalworkshop zum Thema Rohstoffbereitstellung im Rahmen der Bioökonomiestrategie statt. Bayern will Vorreiter für nachhaltige Produkte und Produktionsweisen werden.

In Kleingruppen wurden die Themen Logistik und Verfügbarkeit der nachwachsenden Rohstoffe erarbeitet.

Das Kick-off der Regionalworkshops zur Entwicklung einer Bioökonomie-Strategie für den Freistaat Bayern fand am Dienstag an der TH Rosenheim satt. Prof. Dr. Klaus Richter, Mitglied des Bioökonomie Sachverständigenrats, stimmte die Teilnehmer*innen mit einem Impulsvortrag auf Herausforderungen und Stärken Bayerns in der Bioökonomie ein. In Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmer*innen dann konkrete Handlungsempfehlungen zum Thema „Rohstoffbereitstellung“. Hierbei geht es vor allem um die Logistik und Verfügbarkeit der sogenannten NawaRos, der nachwachsenden Rohstoffe. Das sind vor allem Holz, Hanf, Stroh oder Zuckerrübe, also Produkte aus der Forst- und Landwirtschaft. Mit diesem Stoffen sollen fossile Brenn- und Rohstoffe langfristig ersetzt werden. Ziel ist es, Bayern als führenden Standort für nachhaltige Produkte und Produktionsweisen zu etablieren.

Im Anschluss an den Workshop öffneten verschiedene Labore der Technischen Hochschule Rosenheim ihre Türen. Die Teilnehmer*innen waren herzlich eingeladen, an einer Führung  durch das Labor für Holzwerkstofftechnik, das Labor für Kleb- und Presstechnik, das Zentrallabor für Werkstoffprüfung und das Werkstoffzentrum sowie Labore für Spritzguss, Extrusion und Faserverbundverarbeitung teilzunehmen. Dabei wurden Projekte der angewandten Forschung und Entwicklung an der TH Rosenheim am Beispiel der Forschungsanlage MUNACU (Multifunktionale Naturfaser Kunststoff Composites), des Rasterelektronenmikroskops und unsere 3D-Messtechnik (GOM), vorgestellt.

Wie wichtig das Wissen zu verschiedenen Rohstoffen und Herstellungsverfahren ist, um die ökologischen Auswirkungen, als auch die Wirtschaftlichkeit eines Produktes zu bewerten, erklärte Prof. Sandra Krommes bei der Vorstellung der Forschungsgruppe „Sustainable Engineering und Management“. Konkret geht es dabei um die Untersuchung von Querschnittfunktionen zur Bewertung nachhaltigkeitsrelevanter Fragestellungen zur Entwicklung von Methoden der Produkt- und Prozess-Nachhaltigkeit. Weitere Workshops in Würzburg, Augsburg, Straubing und Regensburg sind geplant, nähere Informationen finde Sie unter https://www.biooekonomiestrategie.bayern/startseite. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Veronika Auer.

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